Niveau 1
Rittersaal Das frühere Gewölbe des Rittersaals, das um die Mitte des 13. Jahrhunderts die primitive flache Holzdecke ersetzt hatte, war aus sehr hohen und schweren Schiefersteinen erbaut, was eine starke Bela...


Waffenhalle Die Waffenhalle, die den ehemaligen Innenhof einnimmt, war ursprünglich mit einer Holzdecke versehen. Die Fenster dürften kleine romanische Rundbogenfenster gewesen sein.


Ritterstube Die Ritterstube oder 'etuve' (also heizbarer Raum) genannt, war ohne Zweifel der reichste Raum der ganzen Burg. Das vierjochige Gratgewölbe ruht auf 14 Schiefersäulchen, die von reichen spätromanischen Kapitellen gekrönt waren, von denen noch sechs am Platze sind


Archäologische Krypta Anlässlich der Ausgrabungen auf der Terrasse, wurden mittelalterliche Schichten aus dem 9. bis 12. Jahrhundert entdeckt, die den Nachweis eines Karolingerbaus, in ovaler Form lieferten.


Alte Küche Beim Verlassen der archäologischen Krypta gelangt der Besucher in einen Raum, der um 1930 freigelegt wurde und mit einer Betonplatte abgedeckt ist. In der dicken Tennmauer zwischen der archäologischen Krypta und diesem gebäude, dessen Oberbau komplett verschwunden ist, erkennt man die Überreste eines großen Küchenkamins, der von einer Glaspyramide gekrönt ist.


Die untere Kapelle Die Ausgrabungen an der unteren Kapelle, haben eine erste Befestigung aus spätrömischer Zeit belegt (4. and Anfang 5. Jahrhundert), die durch Feuer zerstört wurde. Von großer historischer Bedeutung ist der archäologische Nachweis einer karolingischen und ottonischen Befestigung im 9. and 10. Jahrhundert.


Esszimmer Hier stößt die Restaurierung an gegensätzliche Elemente: zuerst eine romanische Arkade mit einem doppelten Würfelkapitell zur Kapelle hin, und dann die Reste eines Kamins aus dem 17. Jahrhundert mit aus Mörtel geformten Profilen.


Die Herrschaftsküche Die Herrschaftsküche nimmt einen Raum von 10,10 X 8,00 m ein. Die Gewölbe, der große Rauchfang und der Backofen wurden ergänzt. Die Gewölbedecke wird durch vier starke, an den Kanten gebrochene Segment-Gurtbogen geteilt, die in der Mitte von einem mächtigen viereckigen Pfeiler getragen werden. Der große Feuerherd misst 5,55 m X 4,15 m.


Der Brunnen Der große Brunnen wurde im 11. Jahrhundert angelegt. Er ist 53 m tief und vollständig in den Schieferfelsen gehauen.
Bei Freilegungsarbeiten kamen in einer Tiefe von 14m sehr frühe Mauern zum Vorschein, die zu einer ersten Burganlage mit einer verschiedenen Konzeption gehören, vielleicht zu einem früheren Burgfried; der Brunnenraum war nicht überdeckt;

Bei Freilegungsarbeiten kamen in einer Tiefe von 14m sehr frühe Mauern zum Vorschein, die zu einer ersten Burganlage mit einer verschiedenen Konzeption gehören, vielleicht zu einem früheren Burgfried; der Brunnenraum war nicht überdeckt;

Hof Schloss Vianden, welches die Bewunderung Victor Hugos anlässlich seiner Besuche im Großherzogtum hervorgerufen hatte, bildet eine Einheit von Gebäuden von einer Gesamtlange von 90m, die von einer langen und schönen Befestigungsmauer umgeben sind. Nachdem Sie die 3 Tore durchquert haben, von denen zwei romanisch sind, gelangen Sie in den Innenhof. Links ragt der mächtige Turm hervor auf dem sich die herrliche Schlosskapelle erhebt, ein Juwel romanisch-gotischer Architektur. Ein achteckiger Turm, datiert auf den Beginn des 13. Jahrhunderts, wurde 1996 im Innenhof des Schlosses freigelegt.



1. Schlosshof / 2. Waffenhalle/ 3. Archäologische Krypta/ 4. Alte Küche/ 5. Untere Kapelle / 6. Ritterstube / 16. Grosse Küche/ 17. Esszimmer / 18. Brunnen/ 19. Rittersaal
Niveau 2
Innenhof Eine Treppe führt zur Burgterrasse. Durch ein reichverziertes Tor erreicht man die Galerie, die den Großen Palas mit der oberen Kapelle verband. All diese prunkvollen Architekturelemente gehen auf den Anfang des 13. Jahrhunderts zurück.


Rundgang und Kapelle Die Kapelle wurde auf dem zehneckigen Unterbau des ursprünglichen Turmes gebaut. Sie ist ein architektonisches Kleinod, vom Typ einer zweistockigen Pfalzkapelle. Das Bauwerk ist reichlich mit Säulen and Säulchen ausgestattet. Die Kapitelle und ihre Kämpfer sind spät romanisch. Als Schmuckelemente finden wir auf der Chorseite der Kapelle Säulen verschiedener Dicke, die aus marmorartigem Schiefer gearbeitet sind. Die Kapitelle sind viel einfacher als die des kleinen Pallas und sind in Ocker bemalt.


Bysantinische Galerie Durch eine reich verzierte romanische Türumrahmung betritt man die „Byzantinische Galerie". Sie hat eine Lange von 28m und eine Breite von 7,60 bis 9,20 m.
Die prachtvollen Kleeblattfenster zählen zum schönsten Dekor der Burg

Die prachtvollen Kleeblattfenster zählen zum schönsten Dekor der Burg

Bankettsaal Kleiner Raum mit einem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kamin, der die restaurierten Wappen von Nassau and von Looz zwischen den Rosetten trägt


Schlafgemach Heizbarer Raum mit kleinen Fenstern an der Sonnenseite, möbliert mit: Bett mit Baldachin aus geschnitzter Natureiche, Kugelfüsse, Régence Ende 17. Jahrhunderts, Stil Henri II....


Stammbaumzimmer Wappen von Moritz von Nassau (1567 - 1625), Graf von Vianden (1618 - 1621) im Jahre 1621 in Auftrag gegeben...


Festsaal "Vic Abens-Saal" Der Haupteingang in rotem Sandstein, mit der Zeit sehr stark verwittert, wurde unter Ergänzung des noch vorhandenen gotischen Blattwerks in den Kapitellen restauriert. Durch eine glückliche Fügung konnte eine gotische Tür mit eingemeißeltem Maßwerk gekauft und in die Öffnung eingepasst werden.



7. Innenhof / 8. Rundgang und Kapelle / 9. Bysantinische Galerie / 12. Bankettsaal / 13. Schlafgemach / 14. Festsaal "Vic Abens-Saal" / 15. Stammbaumzimmer
Niveau 3
Charles Arendt-Saal Das ursprüngliche flache romanische Dach der Kapelle wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts durch ein hohes gotisches Dach ersetzt und lehnt sich an den neu erbauten Treppengiebel des kleines Pallas.


J.P. Koltz-Saal Die Decke dieses Saales wurde bis zur Umrahmung der viereckigen, spatgotischen Fenster gesenkt. Dann wurde das Mauerwerk um etwa 1.m50 erhöht und die neue Decke eingezogen. Das hohe Dachwerk und der Dachstuhl mit noch zwei weiteren Speichern wurden nach den noch vorhandenen Unterlagen kunstgerecht wieder aufgebaut, nachdem die bis 35 m hohen Giebel restauriert worden waren.



Keller
Keller Der Keller ist zweischiffig und bildet eher einen Saal von 29 x 9 m. Die Kreuzgewölbe ruhen auf rechtwinkligen Gurtbogen und werden in der Mitte von fünf runden Säulen von 68 cm Durchmesser getragen..






